Wasserwechsel leicht gemacht

In allen Aquarien ist es notwendig, regelmäßig einen Teil des Wassers zu wechseln, um zu verhindern, dass sich Schadstoffe im Wasser anreichern. Besonders deshalb, da Pflanzen als Nitratverbraucher kaum in Becken mit Labidochromis-Cichliden anzutreffen sind.

Um das sehr saubere und keimarme Wasser im Biotop des Malawisees auch im Wohnzimmeraquarium zu haben, ist es ratsam, wöchentlich ca. 50% des Nettoinhalts auszuwechseln.

Bei der Wiederbefüllung des Aquariums sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur an die im Aquarium vorhandene Temperatur angeglichen wird. Auf Wasseraufbereitungsmittel kann in Deutschland in der Regel verzichtet werden. Ausnahmen gelten dann, wenn das Leitungswasser vom Wasserversorger gechlort werden muss oder auf Grund von älteren Wasserleitungen Kupfer oder Blei im Wasser gelöst sein kann.

Den Wasserwechsel kann man entweder mit Eimern durchführen oder man macht es sich leichter und verwendet einen langen Schlauch und läßt das Wasser mit Hilfe einer Pumpe automatisch aus dem Aquarium befördern.

Wie füttert man Labidochromis am besten?

Eines vorweg: Das perfekte und damit beste Futter für Labidochromis-Arten gibt es nicht. Die im Handel angebotenen Flockenfutter, die auf die Bedürfnisse von Mbunas abgestimmt sind, sind in der Regel eine gute Wahl als Basisfutter.

Richtig gut ernähren wir unsere Lieblinge aber, wenn wir sie abwechslungsreich und auf keinen Fall zu viel füttern.

Um Abwechslung in den Speisenplan zu bringen, kann auch frische Gurke oder Paprika gegeben werden. Einfach überbrühen und dann z.B. an einer Gabel ins Becken geben. Man darf auf keinen Fall vergessen, die Überreste des Gemüses schon nach 1 bis 2 Stunden wieder aus dem Becken zu nehmen.

Um eine Überfütterung zu vermeiden, sollte man nach Möglichkeit 2 bis 3 Mal am Tag kleine Mengen geben, die von den Fischen gierig innerhalb weniger Sekunden bis max. einer halben Minute vollständig verspeist werden können.

Es ist absolut sinnvoll mind. 1 Fastentag in der Woche einzulegen.

Die richtigen Wasserwerte

Wenn man Labidochromis-Arten halten will, sollte man es zunächst so handhaben wie mit allen anderen Zierfischen: Es ist ein Blick auf die Wasserwerte des natürlichen Biotops. also des Malawisees angeraten.

Zentrag ist dabei der richtige PH-Wert. Im See liegt dieser zwischen 7,7 und 8,8. Im Aquarium sollte daher ein Wert angestrebt werden, der stabil um 8 liegt. Entscheidend ist dabei aber, dass der Wert dauerhaft stabil ist und keine großen Schwankungen, auch nicht bei den großvolumigen Wasserwechseln, auftreten.

Damit der PH-Wert ausreichend gepuffert wird, muss die KH (Karbonathärte) ausreichend hoch sein. Es empfielt sich ein Wert zwischen 5° und 12°, der mit einem Tropfentest ermittelt werden kann.

Wie die KH sollte auch die GH (Gesamthärte) nicht mit einem Teststäbchen, sondern mit einem Flüssigtest bestimmt werden. Hier sind die Cichliden aber sehr tolerant. Zwischen 3° und 20° können die Labidochromis in allen Bereichen gehalten werden.

Selbstverständlich muss wie bei allen Zierfischen darauf geachtet werden, dass kein Nitrit im Aquarienwasser nachgewiesen werden kann. Wenn in einem länger laufenden Aquarium plötzlich Nitrit nachweisbar ist, ist dies ein deutliches Zeichen für Probleme mit der Filterung oder einer modernden Faulstelle im Aquarium selbst.

Die passende Technik für ein Aquarium mit Labidochromis-Arten

Labidochromis-Arten sind auch deshalb gut für Anfänger geeignet, da der technische Aufwand, der betrieben werden muss, eher gering ist.

Im Wesentlichen reichen 3 technische Bereiche:

  1. Filterung:
    Ein leistungsstarker Außenfilter, der für die doppelte Aquariengröße ausgelegt sein sollte, wie sie der Hersteller empfielt. Die Empfehlungen orientieren sich offenbar in der Regel an bepflanzte Salmler-Becken oder ähnlichem. Ein Buntbarschaquarium zu filtern ist eine ganz andere Sache.
    Ein kleiner Innenfilter oder eine Strömungspumpe kann als Schnellfilter bzw. zur Oberflächenbewegung gute Dienste leisten und die biologische Filterung unterstützen.
  2. Heizung:
    Ein Heizstab oder eine im Außenfilter integrierte Lösung ist absolut ausreichen. Eine Bodenheizung ist dagegen nicht zu empfehlen, da sich eine solche nicht besonders mit Sand verträgt und von den Cichliden sicher freigebuddelt wird.
  3. Beleuchtung:Ihr kommt im Labidochromis-Aquarium die geringste Bedeutung zu. Die einzige Regel lautet: Nicht zu viel beleuchten. Generell mögen es Malawibuntbarsche eher dunkel, bzw. schattig. Wählt man eine moderne LED-Beleuchtung kann man diese wesentlich kleiner dimensionieren als für ein Pflanzenaquarium und man kann sogar recht gut schattige Ecken einplanen.

Ein Aquarium für Labidochromis-Arten einrichten

Obwohl die Labidochromis-Arten als relativ friedlich unter den Mbunas aus dem Malawisee gelten, sollten einige wesentliche Dinge beachtet werden, um ein Aquarium einzurichten, das die Ansprüche der Cichliden erfüllt.

Es wird gelegentlich als möglich angenommen, dass schon in einem ca. 100 Liter Volumen fassenden Aquarium, eine Art Labidochromis gehalten werden kann. Dem möchte ich deutlich widersprechen. 200 Liter sind das absolute Minimum für eine dauerhafte Haltung. Das kommt auch daher, dass es in kleineren Behältern fast unmöglich ist, die Einrichtung mit hohen Steinaufbauten passend zu gestalten.

Als Bogengrund dient eine Sandschicht von ca. 3 cm Höhe. Kies und andere scharfkantige Substrate sind ungeeignet.

Auf den Sand folgt ein Steinaufbau, der bis knapp unter die Wasseroberfläche reichen darf. Als Steine sind dabei solche geeigenet, die nicht scharfkantig sind und keine metallischen Einschlüsse haben. Dir Brocken sollten nicht zu klein sein, damit sich passend große Höhlen gestalten lassen und die Aufbauten nicht zu wackelig werden. Das in den 80ern sehr moderne weiße Lochgestein sollte eigentlich nicht mehr verwendet werden. Dabei geht es aber ausschließlich um die ökologische Frage, da der Abbau von Lochgestein in verschiedenen Regionen zu einem regelrechten Raubbau an diesem Gestein geführt hat. Das natürliche Biotop aus dem Malawisee kann mit Flusskieseln oder künstlichen Steinen sogar noch besser nachgebildet werden.

Als Rückwand kann man eine gängige Kunststoffrückwand verwenden, aber eine schlichte Rückwandfolie erfüllt ebenfalls ihren Zweck.

Pflanzen können eingesetzt werden, wobei auf robuste Arten gesetzt werden sollte, Holz hat dageben im Aquarium für Labidochromis nichts verloren.

Die Gattung Labidochromis

Bei den Labidochromis handelt es sich um eine Gattung afrikanischer Buntbarsche. Diese sind bei Aquarianern in Europa außerordentlich beliebt. Diese Tatsache beruht vermutlich darauf, dass der bekannteste Vertreter dieser Gattung, der Labidochromis caeruleus, auch genannt “Yellow” oder “Gelber Malawibarsch” mit seiner intensiven Gelbfärbung, ein Farbtupfer in jedem Aquarium ist.

In ihrem natürlichen Biotop, dem Lake Malawi, sind sie eng an das ufernahe Feldbiotop gebunden. Sie ernähren sich dort von Aufwuchs und den Kleinstlebewesen, die sie auf den Felsen und in Felsspalten finde.

Aquaristisch sind inzwischen auch zahlreiche weitere Arten der Gattung von Interesse:

Labidochromis sp. “blue bar” Felsen Limnivore Mbuna 10 cm ab 200 l
Labidochromis caeruleus Felsen Limnivore Mbuna 11 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “caeruleus chilucha” Felsen Limnivore Mbuna 8 cm ab 200 l
Labidochromis chisumulae Felsen Limnivore Mbuna 6-8 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “chisumulae mbweca” Übergangszone Limnivore Mbuna 6-9 cm ab 200 l
Labidochromis flavigulis Übergangszone Herbivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis freibergi Felsen Herbivore Mbuna 8 cm ab 200 l
Labidochromis gigas Felsen Herbivore Mbuna 10-12 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “gigas chidunga” Felsen Herbivore Mbuna 11 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “gigas chilumba” Felsen Herbivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “gigas cobue” Felsen Limnivore Mbuna 6-8 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “gigas lupingu” Felsen Herbivore Mbuna 7 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “gigas mara” Felsen Herbivore Mbuna 8 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “gigas pombo” Übergangszone Herbivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis heterodon Pflanzengrund Herbivore Mbuna 8-10 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “hongi” Felsen Herbivore Mbuna 8-10 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “hora” Felsen Herbivore Mbuna 6 cm ab 200 l
Labidochromis ianthinus Felsen Limnivore Mbuna 6-9 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “likomae” Übergangszone Limnivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis lividus Felsen Herbivore Mbuna 7-9 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “lividus mozambique” Felsen Herbivore Mbuna 8 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “lividus nkhungu” Felsen Herbivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “lundu blue” Übergangszone unbekannt Mbuna 8 cm ab 200 l
Labidochromis maculicauda Felsen Limnivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “mara” Übergangszone Limnivore Mbuna 7 cm ab 200 l
Labidochromis mbenjii Felsen Herbivore Mbuna 8 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “mbamba” Übergangszone Herbivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis mylodon Felsen Limnivore Mbuna 8 cm ab 200 l
Labidochromis pallidus Felsen Limnivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “perlmutt” Felsen Limnivore Mbuna 7-9 cm ab 200 l
Labidochromis shiranus Sandgrund Limnivore Mbuna 9-10 cm ab 200 l
Labidochromis strigatus Felsen Herbivore Mbuna 9 cm ab 200 l
Labidochromis textilis Übergangszone Limnivore Mbuna 7 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “textilis blue” Felsen Limnivore Mbuna 8-10 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “textilis cobalt” Felsen Limnivore Mbuna 7-10 cm ab 200 l
Labidochromis vellicans Felsen Limnivore Mbuna 10 cm ab 200 l
Labidochromis sp. “zebra eastern” Übergangszone Limnivore Mbuna 6 cm ab 200 l
Labidochromis zebroides Felsen Herbivore Mbuna 8-9 cm ab 200 l