Ein Aquarium für Labidochromis-Arten einrichten

Obwohl die Labidochromis-Arten als relativ friedlich unter den Mbunas aus dem Malawisee gelten, sollten einige wesentliche Dinge beachtet werden, um ein Aquarium einzurichten, das die Ansprüche der Cichliden erfüllt.

Es wird gelegentlich als möglich angenommen, dass schon in einem ca. 100 Liter Volumen fassenden Aquarium, eine Art Labidochromis gehalten werden kann. Dem möchte ich deutlich widersprechen. 200 Liter sind das absolute Minimum für eine dauerhafte Haltung. Das kommt auch daher, dass es in kleineren Behältern fast unmöglich ist, die Einrichtung mit hohen Steinaufbauten passend zu gestalten.

Als Bogengrund dient eine Sandschicht von ca. 3 cm Höhe. Kies und andere scharfkantige Substrate sind ungeeignet.

Auf den Sand folgt ein Steinaufbau, der bis knapp unter die Wasseroberfläche reichen darf. Als Steine sind dabei solche geeigenet, die nicht scharfkantig sind und keine metallischen Einschlüsse haben. Dir Brocken sollten nicht zu klein sein, damit sich passend große Höhlen gestalten lassen und die Aufbauten nicht zu wackelig werden. Das in den 80ern sehr moderne weiße Lochgestein sollte eigentlich nicht mehr verwendet werden. Dabei geht es aber ausschließlich um die ökologische Frage, da der Abbau von Lochgestein in verschiedenen Regionen zu einem regelrechten Raubbau an diesem Gestein geführt hat. Das natürliche Biotop aus dem Malawisee kann mit Flusskieseln oder künstlichen Steinen sogar noch besser nachgebildet werden.

Als Rückwand kann man eine gängige Kunststoffrückwand verwenden, aber eine schlichte Rückwandfolie erfüllt ebenfalls ihren Zweck.

Pflanzen können eingesetzt werden, wobei auf robuste Arten gesetzt werden sollte, Holz hat dageben im Aquarium für Labidochromis nichts verloren.

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